Festliegen

Besonders im Winter kommt es immer wieder vor, dass vorzugs­weise ältere Pferde mit ortho­pädischen Prob­lemen nach dem Liegen nicht wieder auf­stehen können. Häufig findet man diese Patienten morgens liegend und ent­kräftet vor, nach­dem sie bereits in der Nacht mehrere erfolg­lose Auf­steh­versuche unter­nommen haben. Die Ein­streu ist meist weg­ge­schoben und die Hufe finden auf dem glatten Boden keinen Halt mehr, der dem Pferd das Auf­stehen ermög­lichen könnte.

Bevor nun in einer Panik­reaktion versucht wird das Pferd wieder aufzu­treiben, sind einige Über­legungen ange­bracht:

 

  1. Das Pferd ist ein Flucht­tier! Nach­dem es ge­merkt hat, dass es nicht mehr auf­stehen kann, befin­det es sich instink­tiv in einer Situ­ation in der es um Leben und Tod geht. Denken Sie nicht, dass es mit ein paar lauten Ermah­nungen und unter Um­ständen dem Ein­satz von Gerte, Besen und Co. wieder auf die Beine kommt. Ein wild tobendes Raubtier (in diesem Falle Sie) ver­stärkt diese Todes­angst nur ohne etwas aus­richten zu können. 
     
  2. Das Pferd hat schon viele erfolg­lose Aufsteh­versuche hinter sich und ist ent­kräftet. Halten Sie es nicht immer wieder zu weiteren Ver­suchen an, die Reser­ven sind schnell ver­braucht und sollten sinn­voll genutzt werden. Sorgen Sie für eine ruhige Atmos­phäre, ver­meiden Sie Panik­reaktionen und setzen Sie dem Pferd, falls es in Brust­lage liegen kann ein wenig Futter und Wasser vor.  
     
  3. Begeben Sie sich nicht in Gefahr indem Sie ver­suchen die Beine des Pferdes zu be­wegen und in irgend­welche Richt­ungen zu ziehen! Das Pferd be­findet sich wie bereits er­wähnt in einer für es ex­trem be­droh­lichen Lage - auch wenn man es ihm nicht immer ansieht. Es kann jeder­zeit zu panischen Aufsteh­ver­suchen kommen und das Pferd kann jeder­zeit im Liegen strampeln. Sicher sind Sie nur hinter der Rücken­linie und im Kopf­bereich (wobei auch hier zum Teil noch die Reich­weite der Vorder­beine be­achtet werden muss). 
     
  4. Bis der Tier­arzt kommt, können Sie die Zeit nutzen, um mit Hilfe von Mist, griffiger Ein­streu oder Gummi­matten den Aufsteh­bereich wieder rutsch­fester zu machen. Beachten Sie auch hier immer die Reich­weite der Hufe und nutzen Sie stumpfes Werk­zeug in der Nähe der Beine!
     
  5. Je nach Situation können mehrere Longen benötigt werden. Suchen Sie schon einmal zwei bis drei zusammen und legen Sie diese vor der Box parat. Klären Sie ab, ob für eine Aufsteh­hilfe einige Stall­kollegen oder -ange­stellten abruf­bar sind und über­legen Sie, ob man even­tuell mit dem Front­lader oder ähnlichem an den Patienten heran­kommen kann. 

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